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2.5.: Populärstern

3.5.: Wenn Du ein Bild malst, das den Titel trägt "user generierter content" und es enthält nichts als die gelb aquarellierte Silhouette eines Vogels und du streichst Lack drüber, damit es schön glänzt und es ihm auch ansonsten an nichts mangelt, und die Fliegen fallen ein und kleben an dem Lack fest und werden zu Bestandteilen des Bildes, könnte man diese Fliegen dann nicht user nennen und content gleichermaßen?

4.5.: Überlieger.

5.5.: Der Dozent sprach, es hätte gestern niemand eine Frustration verabredet, worauf sie entgegnete, man könne eine Frustration nicht verabreden, was im Auditorium große Zustimmung hervorrief, nein, das könne man überhaupt nicht; man nennt dies auch: ohne Not aus einem Wust eine Wurst machen.

6.5.: fraglos glücklich

7.5.: Es gibt einen Unterschied zwischen wuselig und zerstreut (aus einem Wust eine Wurst machen fällt dann umso schwerer)

8.5.: unbärbel

9.5.: Bauchfrei im Büro hieß eigentlich rauchfrei im Büro; männliches Büropersonal, das sich dieser Maxime unterziehen müsste: das wäre eine interessante Vorstellung.

10.5.: wandelnder angewandter Darwinismus

11.5.: Das Gedächtnis, sorgfältig in Scheiben geschnitten, nebeneinander gestapelte Wurstscheiben, die keinen Kontakt mehr untereinander zulassen.

12.5.: Zwei Männer, sich in minderer Intelligenz vermutend, hauen sich die manieristische Phase Hegels um die Ohren.

13.5.: Kann man mit so vielen Erinnerungen vollgestopft sein, dass man daran stirbt?

14.5.: Sperrmüll kann das Laufen von Schlittschuh verhindern und einem dadurch auf ewig das Schleppen von großen Dingen verleiden.

15.5.: wieder sagen wider sachen

16.5.: Fast alles falsch: der neue französische Präsident Sarkotzi erhellt den Kot für die Atomsprengköpfe.

17.5.: Eine Uhr mit Geschwür und eine Personenwaage mit Geschwür: beide gehen eine Viertelstunde vor, bzw. 25 kg.

18.5.: Man hat mir über einem bestehenden Schiff ein größer wirkendes Schiff gebaut, teilweise sogar ganze Decks betoniert, und ich bin mit dem Auto zur Bushaltestelle gefahren (Parkplätze waren dort immer frei) - habe den Bus aber trotzdem verpasst (oder war es doch eine Straßenbahn?).

19.5.: Aus Pedanterie und Penetranz entsteht Pedanz.

20.5.: Flugzeuge sind die Schnecken des Himmels.

21.5.: Die von vielen gefürchtete Gräfin kam mit einem kleinen Plastikbeutel zum Sammeln der angebotenen Kuchenstücke.

22.5.: Viele Gehälter sind nichts mehr als reine Schmerzensgelder.

23.5.: Der Einzug der Querverbindung durch elegante Techniker.

24.5.: Der Zoo bin ich!

25.5.: Linneus geht durch die Welt, aber man sieht ihn gar nicht richtig.

26.5.: Und so saßen sie eine ganze Weile und taten nichts und der Herr sah, dass es gut war.

27.5.: Es kann nicht das Ziel sein, einen Preis zu bekommen; es kann nur das Ziel sein, dass ein Preis nach einem benannt wird.

28.5.: Eine Stehparty, auf der alle ständig umherwandeln, keiner sitzt, alle ruhelos unterwegs scheinen: eine Stehparty des Vertriebenenverbandes.

29.5.: vorausheulender Gehorsam.

30.5.: Der untapfere Schneider strickt sich einen Pullover aus den Haaren, die er sich sonst normalerweise über die Glatze kämmt.

31.5.: Es gibt keine Stadt namens Ehrfurcht.

01.06.: Benno Ohnesorg hatte keinerlei Chance, sich Sergeant Pepper von den Beatles anzuhören.

02.06.: Bei manchen Männern sitzt die Sonnenrille auf der Glatze, als sollte sie die Frisur ersetzen.

03.06.: Yussuf Katze Stephan

04.06.:Frühe laute weibliche Pubertät am Bahnhof in Neunkirchen morgens um halb 8.

05.06.: Die Präzisierung des Hundewollzwingers führt zu einem Besuch nur der erwünschten Gäste.

06.06.: Christina Weiss hält ihre Antrittsvorlesung über Oskar Pastior, bei aller Sympathie: irgendswie scheint mir das auch nicht zu passen.

07.06.: Im Kreisverkehr auf die Bremse treten regt den Kreislauf an.

08.06.: Der Anfang war anfänglich zu früh und deshalb vielleicht bereits ein schließlicher Schluß in den Ofen.

09.06.: In der Zeitung das Foto vom im Rollstuhl sitzenden Landrat, der sich mit anderen zeitgenössischen Honoratioren zuprostet, derart geschickt fotografiert, dass die anderen dem in der Mitte des Bildes platzierten Landrat die Bierkrüge direkt vor den Kopf halten.

10.06.: Denkerbauch.

11.06.: BELGIER - BEGIER

12.06.: Partizipation - Partypizzasituation

13.06.: "Es scheint gestern ein guter Tag für uns alle gewesen zu sein", spricht der junge Mann am Bahnhof in sein Telefon, und es klingt, als hätte er sich diesen Satz irgendwo im Fernesehen aufgeschnappt.

14.06.: Himbeeren - Herbeeren - Himbert - Herbert 

15.06.: Eine Straßenabsperrung, auf der der Name "Balsam" geschrieben steht...

16.06.: Fettecke - Puddingschulter

17.06.: 95 Spatzenhirne für Otmar Hörl.

18.06.: Zebra wisch und weg.

19.06.: Morgens um 7 machte er stets einen sehr aufgeweckten Eindruck.

20.06.: (Euer) Hochwürgen.

21.06.: Sozialabnutzung.

22.6.: Kapitalabnutzung bei Opa Ursel, aber alles free willy, sprich free willy Selbstaufgabe (Opa Ursel ist der Hochtaunus Greis).

23.6.: Wir versichern Sie auch im Individualitätsfall!

24.6.: Vorlass - Nachlass - Vorlast - Nachlast: Aphenstall!

25.6.: Die zu Boden gehende Mohrrübe war kein typischer Fall von Erdanziehungskraft: sie war einfach noch nicht tot genug, um im Kochtopf zu landen.

26.6.: Wir gehen zurück ins Haus, weil es jetzt doch etwas dunkler und unheimlicher zu werden scheint; der Hund jagt einer Katze nach, ich drehe den Kopf nochmals zu ihm hin und sehe, wie er von vier weiteren Katzen, die sich hinter ihm angeschlichen haben, bedroht wird: ich rufe noch, um ihn zu warnen...

27.6.: Aphenpumpe - Ideentempo - Kopftoch

28.6.: Früher hatte ich auch noch eine Armbanduhr - wenn man jünger ist, hat man ja auch noch mehr Zeit.

29.6.: kjlz u elkjhfd t khjjh (kilz und ekelhaft zu heftig)

30.6.: Aus dem rechten Auge siehst du, wie eine Frau beim Überqueren der Straße bäuchlings auf den Boden gefallen ist und Passanten bemüht sind, sie wieder aufzurichten, ihre Gehhilfe steht rechts daneben, während der Krankenwagen, der dich eben noch überholt hat, weiter vorne links an der Straßenbahnhaltestelle stand, und diese Frau wohl nicht der eigentliche Grund seines Kommens war - abends dann auf dem Land dann jagd ein Geländewagen den Feldweg hinab mit einem Anhänger, aus dem laut und vernehmlich ein Schaf brüllt.

1.7.: Die Vögel blühen und die Bäume zwitschern und

2.7.: hjdfhfu hghjgzusdfgh hjgh jhjkhg (ein Ündchen und ein Öderchen)(ein Hündchen undoder ein Höderchen)(ein Höderchen ist geplatzt): klhkj! (juchhu!).

3.7.: In einer Aufführung in unserem Dorf muss ich über den Dorfplatz gehen und in einer Solorolle "Des Menschen Fleisch, es ist wie Gras" singen - eine große Ehre und etwas, was ich gerne singe, wobei ich aber denke, meine Stimme sei zu dünn und der Aufgabe nicht gewachsen.

4.7.: Herz und Portmonnaie trainieren, um das Hirn zu erreichen.

5.7.: Hirn und Portmonnaie trainieren, umd das Herz zu erweichen.

6.7.: Wenn du deine Beobachtungen verlierst, weil du den Staub siehtst und du denkst, du musst ihn wegmachen, dann vergeht die Zeit schneller als geplant und es wäre besser, du würdest den Staub beobachten und ihn zur rechten Zeit wegwischen, aber irgendwann muss er schon weg, beobachtet oder nicht, das ist alles sehr schade und kann sogar sehr schädlich werden.

7.7.: Den Mann ohne Geburt darf man nicht zu stark zwicken, sonst fängt er an zu quietschen.

8.7.: Wer passt hier zu wem eben gelesen als verpasst hier zu wenn.

9.7.: Die Wenigsten denken gerne schnell.

10.7.: Die Annahme der Annehmlichkeit kann angenommen sein.

11.7.: Die Bahnhofshalle ist ein Panoptikum und du stellst dir deinen Chef vor, wie er hier sitzt und auf den Zug wartet und sich die Leute anguckt, und du stellst dir deinen Chef vor, wie er sagt: hier war ich ja schon Ewigkeiten nicht mehr - ja: warum sollte er auch?

12.7.: schinken bellt - schinken bellt - schinken all dem weg - ich gewinn das große geld - und springe von dem steg

13.7.; Wir haben auf einfachen Gegenständen einfache Rhythmen geklopft, Schlüsselbünde geschüttelt etc., und es hat Spaß gemacht, obwohl wir uns gesagt haben, dass wir doch gar keinen richtigen Rhythmus halten könnten, kam nachher jemand von draußen und hat gemeint, es sei superklasse, wir sollten auf gar keinen Fall aufhören, die Massen seien begeistert und am Toben und kaum noch zu bändigen (ich vergaß zu sagen, dass wir in einem kleinen Raum saßen und unser Konzert nach draußen ins Freie übertragen wurde).

14.7.: Ein Idyll: Nachts ein Feuerwerk (vereinzelte Raketen) und dann ein Großeinsatz der Feuerwehr und Krankenwagen und Polizei und dann -ganz in der Ferne - ein Männerchor, der ein Geburtstagsständchen bringt: wenn ich den erwische, denkt man, um den Schlaf gebracht und den vor lauter Ballerei durchgedrehten Hund beruhigend, aber der nächste Gedanke gemahnt einen dann doch zur Vorsicht: was, wenn es sich um den Geburtstag des Feuerwehrhäuptlings und Ortsvorstehers handelte und man hat sich offizeill beschwert und man kommt in die Velegenheit, dass es einmal bei einem selber brennt...?

15.7.: Ein Mann mit Geh-Hilfe, ohne Gehilfen, einen Schritt vor den anderen setzend, morgens um 8 Uhr, drei Kilometer vom nächsten Ort entfernt.

16.7.: ein Abendrad - die Abendradwendung

17.7.: Spurkatzen (groß und steinern): das ist Luxemburg, Stadt.

18.7.: eine Portion Schach

19.7.: Auf der Toilette des Unterlindenmuseums in Colmar steht sowohl in englisch als auch französisch jeweils, dass man die Toilette so verlassen solle, wie man sie wieder vorzufinden wünsche; nur in deutsch steht: verlassen Sie die Toilette sauber.

20.7.: Die Abwesenheit der Markierungen und das Zudrücken in Gedanken lassen das Angesicht in gleicher Weise strammstehen.

21.7.: Fliegende Fische können auch mit Ballons, grinsen nicht und bringen keine Bratwurst.

22.7.: Manche bekommen 1 Auto geschenkt - manche können Munsik machen.

23.7.: Grüner Salat mit Pfeffer: man könnte also meinen, dass es dies zu Essen gab: stimmt aber nicht; der komplette Tag war weit entfernt von grünem Salat mit Pfeffer - das beschreibt rein garnichts und führt nur in die Irre.

24.7.: Schwer sein, aber sich leicht fühlen.

25.7.: Leicht sein, aber es schwer fühlen.

26.7.: Schwer sein und es leicht spüren.

27.7.: Ich begrüße Sie - immer; ich Sie dagegen: oder!

28.7.: Enbüsche.

29.7.: Ich hau dir auf die Augen, Kleines.

30.7.: Fotokrampfieren.

31.7.: zeitnah - ortsfern - tagesnah - ortskern

1.8.: In diesem Teil der Welt waren alle Dinge zwölf Jahre alt.

2.8.: türbödög

3.8.: Rauchender Mann mit dicken Waden und dicken Füßen morgens um acht am Bahnhof.

4.8.: Der Mond, den man nachts vermisst hatte, tauchte tagsüber auf.

5.8.: Der Haarschopf auf Alfred Guldens Kopf sieht immer verdächtig gleich aus.

6.8.: Das Haus, wo das Musikgeschäft war, in dem ich meine Klarinette gekauft habe, dessen Inhaber aber schon vor Jahren aufgeben musste, und der sich selbst als praktizierender Musiker den Vornamen Pete gegeben hat, wird gerade abgerissen; mir fiel es auf, als ich heute abend daran vorbeilief.

7.8.: Wir spekulierten darüber, wie anders es doch in Europa geworden ist, seit man, ohne an der Grenze angehalten zu werden, einfach von Land zu Land fahren kann (wenn auch durch das Fehlen des Geldumtausches mancherorten doch ein wenig an Fremdheit eingebüßt worden ist), um schließlich bei der Abfahrt von der Schengener Brücke (haargenau dort, kein Witz!) eine halbe Stunde lang im Stau zu stehen, bloß weil alle (außer uns) in Luxemburg baden wollten.

8.8.: Die größten Erfindungen der Menschheit: das Fahrrad, der USB-Stick, die Brotschnitte, geschäumte Milch.

9.8.: Nachts befindet sich mehr in meinem Kopf als tagsüber.

10.8.: Er ruht in sich wie ein Stück Buddha.

11.8.: einfach: nur

12.8.: Die Männer, die am frühen Sonntagmorgen an den Verstrebungen der Strommasten montiert sind, betonen auf ihre ganz eigene Art die Weite der sie umgebenden Landschaft; fast wie bei Giacometti verändert sich das Gefühl für den Raum, für die Weite der Landschaft und für die Entfernung zwischen den einzelnen Masten, für ihre Höhe und für das sie umgebende Grün.

13.8.: Die Geschlossenheit der Überzeugungen der örtlichen Lokalitäten verringerten die Lust auf die Feier des Jahrestages - aber dummerweise nicht bei allen.

14.8.: Der Traum von der nichtangezogenen Handbremse und dem Auto, das wie ein Schneeball den Berg herunter und durch die Haustür eines Anwesens rollt und dort dann stecken bleibt; dieser Traum lässt den Gedanken erahnen, dass auch andere schuldig werden, sobald sie das Haus verlassen.

15.8.: Manchmal ist es aber auch besser, das Haus zu verlassen, um keine Schuld auf sich zu laden.

16.8.: Wir könnten dies machen und jenes und derjenige hätte bestimmt auch noch Interesse usw. usf. - schlußendlich wird dir aber nur eine Telefonnummer in die Hand gedrückt und du musst dich um alles selbst kümmern.

17.8.: Die Männer mit ihren Strommasten sind seit heute morgen wieder in der Gegend - knapp eine Woche ist vergangen, und so machen sie mit ihren Gerätschaften auch auf den Zeitraum aufmerksam.

18.8.: Milchpferd

19.8.: Birkenheinz

20.8.: Moralchristus

21.8.: Zentralabitur - Peripherabitur

22.8.: Was für den einen ein Weg, ist für den anderen bereits eine Strecke.

23.8.: Der Proletarier im Esoterikladen.

24.8.: Documentarische Stuhlzeichen und die Ungereimtheiten des Reichstagsbrandes waren die beiden Auffälligkeiten dieses Tages.

25.8.: Spülen ist nicht saugen, säug nicht mit den Spülkindern, spül nicht mit den Säugetieren.

26.8.: Gehzwerg - Stehriese.

27.8.:Wir müssen nicht draußen bleiben, dürfen aber auch nicht aufsteigen, währenddessen jemand anderes von seinen Bremsversagensträumen erzählt: auch schrecklich.

28.8.: Bei lebendigem Leib eingeschlafen.

29.8.: Fingernägel wie bei den spanischen Gitaristen: links an der Hand kurze Fingernägel, rechts an der Hand lange Fingernägel zum Anschlagen der Seiten, daran kann man sie erkennen die Gitaristen, es sei denn, sie sind Linkshänder, aber Spanier sind sie dann auf jeden Fall.

30.8.: Es stand geschrieben an einem aufzugebenden Laden in einer aufgegebenen Straße in der ehemaligen Innenstadt: GeschäftSauflösung - wir finden: eine Sauflösung ist keine Lösung!

31.8.: Die Axt der Verweigerung.

1.9.: Was ist das Gegenteil von einem Aktivitätenplaner: ein Passivitäts...???

2.9.: Minutenform

3.9.: Antrag auf Eigengeldumwandlung

4.9.: Der Papiersicherheitskalender zeigt uns Bilder von kleinen freien Radikalen und großen unfreien Konservatoren, allesamt ohne Freugabeln.

5.9.: Freugabeln und Freugaben.

6.9.: Ich eiltete, um einer Vermessung nahezukommen, und diesbehüflich verlor ich mein Lineal gerader Weise dortselbst.

7.9.: Mach mal einen Satz mit FOLDENENDEN.

8.9.: Mach mal einen Satz mit FOLGENENENEBEMDEM.

9.9.: Wenn man irgendwo mal nicht gewesen ist, hat man auch nicht unbedingt was verpasst; früher war das anders.

10.9.: Coco Lorez: die kleine mexikanische Non- und Unsinns-Tänzerin.

11.9.: coated -> beschissen; uncoated -> angeschissen; ISO-coated -> gleichmäßig beschissen

12.9.: Einfach so nach Saarbrücken gefahren und keine Ansichtskarte geschrieben.

13.9.: Hinzugehen und sehenden Auges dabei mitzuhelfen, die Kollegin, die einem zu dem eigenen Job verholfen hat, aus dem ihren hinauszuekeln, damit sich die eigene Tätigkeit von einer Halbtags- in eine Ganztagstätigkeit verwandelt, während man auf der anderen Seite betont, dass man nicht mit Billigfliegern fliege, weil dort die Beschäftigten ausgebeutet würden, einmal wöchentlich in der Frauenbibliothek arbeitet usw. usf. und sich dann noch wundert, dass einem nicht zum Geburtstag gratuliert wird (wenn auch nicht von vielen), naja, so ist das wohl heutzutage...

14.9.: Ich bin der beste Arbeitsgeber.

15.9.: Ein springen von Ort zu Ort zu Ort führt zu sichtbarer Vernachlässigung.

16.9.: Ein Stehenbleiben am selben Ort ohne unnötiges Hüpfen führt deutlich zu einer verbesserten Konzentration.

17.9.: Die Männer der Bäuche am Straßenrand wie Geschlechtsteile zum gegenseitigen Vergleich in die Luft gestreckt.

18.9.: Bei der Wiederbelebung führen wir Montage und Demontage aus.

19.9.: Legen Sie jetzt uns.

20.9.: Rechnen Sie mit einem Zahn zu!

21.9.: Der sich bückende Uhrologe, der vor dem Unterleib des Patienten kniet und lauthals Richtung Hosenlatz plärrt, ob man ihn denn verstehen könne...

22.9.: Die fünf Fesselballone über der abendgrünen Landschaft, leicht wellig gehügelt, fliegen zum Teil tiefer als die Wanderer auf dem Berg und stoßen ab und an tiefe Seufzer aus, damit sie wieder ansteigen können, um den nächsten Anstieg zu nehmen; so stelle man sich wohl eine über Land ziehende Ritterschar vor.

23.9.: Ich lernte im Supermarkt eine junge Dame kennen, es muss in einem Ort im Osten gewesen sein, kann aber auch sein, dass wir verabredet waren, jedenfalls lud sie mich ein zu sich nachhause und es war uns beiden klar, dass da irgendwas am knistern war; in ihrer Wohnung saß jedoch im Halbschatten ein unsympathischer und glatzköpfiger und oberkörpertätowierter junger Mann, der sich als der Vater ihres Kindes herausstellte - man pflegte Konversation, niemand wusste, was er eigentlich in der Wohnung der jungen Dame sollte, sie und er unterhielten sich ohne mein Zutun, während ich auf der Fensterbank eine Maschine entdeckte, die andauernd weisse flache Rauschgiftplatten herstellte, was mich irritierte, die Wohnung der beiden befand sich in einem ehemaligen Laden, so dass die Fenster sehr groß waren und man neben all dem anderen Nippes und Dekomaterial die Herstellung der weißen Rauschgiftplatten doch auch von außen prima sehen können musste (man muss sich diese Maschine wie eine Art kleiner Radierpresse vorstellen) - nungut: ich musste ein wenig von diesem Rauschgift durch die Nase schniefen, wo ich doch generell, naja, aber der Höflichkeit halber, oder vielmehr, um den Unsympathen nicht von Anfang an gegen mich einzunehmen...aber was hatte ich von der ganzen Sache? 

24.9.: Der Mann mit dem Vernachlässigungsbauch kommt etwa eine Stunde zu spät zu dem Vortrag über die Ursprünge des Islam, stellt seine Plastiktüte mit leeren Bierdosen und altem Brot auffallend raschelnd in eine Ecke, geht direkt an dem Vortragenden vorbei auf die andere Seite des Auditoriums zu einem freien Platz, um dort mit der Hand zu fuchteln, wieder ruhig zu werden, um später in einer zweiten Plastiktüte, die er mit zum Platz genommen hat zu kramen, um uns dann mit der mitgebrachten Waffe alle zu erschießen.

25.9.: Wenn in Island jemand am Fluchhafen steht und lauthals flucht und in Berlin Schönefeld zum Beispiel auch jemand, nennt man denn das bereits eine Fluchverbindung?

26.9.: Der Kreislauf wurde dermaßen angeregt, dass er ganz verwirrt im Kreise lief: nee, das ist doof...

27.9.: Die Nüsschen-Maschine: eine Plexiglasscheibe, hinter der ein Mensch platznehmen kann, darin zwei Öffnungen, durch die er seine Hände in daran montierte Schutzhandschuhe stecken kann; damit kann er dann Nüsschen in einer davor stehenden Schale greifen und ertasten - in den Mund stecken geht aber nicht, siehe: Glasscheibe.

28.9.: Glasscheine.

29.9.: Mit fremden Menschen an einem Tisch sitzen und im Belauschen der Gespräche in den Alltag von Fahrradfahrern und Rahmenwissenschaften hinabzusteigen oder von den philosophischen Tiefen des Bambusanbaus zu hören: jeder seine eigene Welt.

30.9.: Männer-Bauch-Typologie: Es gibt Bäuche, die man sich angefressen hat, um sich die Welt auf einem gewissen Abstand zu halten: in den Raum kommen, bauchvoraus, die Hände in den Hosentaschen und erst mal sehen, was es denn hier so gibt: was haben Sie denn hier so anzubieten, aha, jaja, hmhm...

1.10.: Ein Hund, der eigentlich ein Kursteilnehmer ist, vor dem ich mich nicht drücken kann (bei den anderen konnte ich wenigstens noch die Fenster dicht machen), zu dem ich mich hinknien muss und jemand ruft mir zu: Sie müssen sein Vertrauen gewinnen, dann wird schon nichts passieren!

2.10.: Wie würde Fernando Botero ein Modell mit Anorexia malen?

3.10.: Auf dem Berg finden sich die Anhaltspunkte für ein fortgeschrittenes Dasein auf dem Weg zum Blick ins Thal.

4.10.: Vögel sterben früher.

5.10.: Ahr ist tot eles, oh nazis!

6.10.: In seiner Saarbrücker Ausstellung kommt es einem so vor, als wenn Moritz Götze versuchte, auf seiner Melodika Mozart zu blasen (und es ihm auf interessante Weise gelänge).

7.10.: Metzgermeister Hündchenfleisch.

8.10.: Ein abendliches Fahren über eine Fläche, die in einer gewissen Entfernung in einer hellbläulichen Zickzackwand endet und im Gegenlicht erscheint, durch Städtchen, die man für gewöhnlich noch nicht mal aus der Bierreklame kennt, weil sie nämlich keine Bierreklame brauchen (!): das kann einen ein wenig mit der Welt vereinen, und wenn man dann am Schluss sogar noch pünktlich ist, bleibt zu wünschen kaum noch etwas offen: darauf essen wir eine Wurst.

9.10.: Sensi-Billy.

10.10.: Vor der Begegnung hatten sich beide denselben Satz überlegt; doch nur einer konnte ihn zuerst aussprechen.

11.10.: Minimiezer.

12.10.: Zwei gelbe Punkte, die sich schnell durch den Wald bewegen: das nennt man dann Sport.

13.10.: Ich habe minigemiezt, oder ich habe geminimiezt, oder wäre es nicht eh besser zu maximiezen als der absolute Maximiezer statt des absoluten Minimiezmuses.

14.10.: Einen Raum am Rande der Wahrnehmung zu haben, aber trotzdem wahrgenommen werden zu wollen, das Richtige tun und das Falsche wollen oder umgekehrt?

15.10.: Chaim Soutine hat immer wieder dasselbe Bild gemalt, auch wenn die Sachen unterschiedliche Landschaften, unterschiedliche Personen, unterschiedliche Fleischstücke darstellen - auf Dauer wird's ein wenig fad; Morandi dagegen hat immer dieselben Gegenstände und Landschaften abgebildet, aber immer wieder ein neues Bild gemalt - das ist der ganze Unterschied.

16.10.: Ein Spazierweg, abseits des sonst üblichen; plötzlich tun sich Welten auf mit Menschen, die Flugzeugmodelle durch die Lüfte jagen, sich dort regelmäßig zu treffen scheinen und einem völlig überraschenden regen Autoverkehr auf dieser abseitigen Strecke, mitsamt einem Mercedesraserarschloch in gesetztgraumeliertem Alter - bis gestern noch völlig ungewusst.

17.10.: Eine Beilage der Saarbrücker Zeitung trägt den schönen Titel VIVENDO - Die Lust am Leben: der Vorteil von Olivenöl, wie oft man seinen Zahnarzt aufsuchen sollte und drei Seiten Autoteil - sowas schafft nur die Saarbrücker Zeitung (aber wahrscheinlich stimmt das leider überhaupt nicht..., dass nur die das schafft, meine ich...)

18.10.: Schlagenzeug.

19.10.: Bauchkuchen.

20.10.: In einer Ausstellung in einem Ort namens Blankenstein hängt ein Bild, das den Titel tragen könnte: Miles Davis erschießt Stephan Balkenhol, es heisst aber leider: TeDeum.

21.10.: Balthus ist nicht der Maler kindlicher Laszivität, also auch nicht der Vorläufer heutiger Kinderpornographie, sondern eher ein französicher Edward Hopper der dreißiger Jahre, in die falsche Zeit gefallen und mit der etwas nervenden Tendenz, Köpfe zu groß und Füße zu klein zu malen.

22.10.: Der Tod durch Hirnblutung ist wahrscheinlich noch unerträglicher als der Tod durch einen Autounfall.

23.10.: Der Plüschotherapeut und sein Psychsofa.

24.10.: Denkebbe.

25.10.: Nicht fünfzehn Minuten berühmt zu sein, sondern jeweils zehn Sekunden lang der Anlass für einen schnellen Entwurf, was sich aber auf Dauer in den Köpfen festsetzt und unvergesslich bleibt.

26.10.: Auch Picasso und Hillary Clinton haben sich per Geburtsdatum nur knapp verpasst (was den Tag angeht): Picasso gestern, Hillary Clinton heute.

27.10.: Das Balthus-Urteil muss noch einmal revidiert werden: Es kommt ganz stark darauf an, welche Auswahl von Bildern man wahrnehmen kann und darf; für die Auswahl in der Kölner Ausstellung gilt der Eindruck vom 21.10. - betrachtet man sich allerdings in einem entsprechenden Kunstband eine andere Auswahl, dann bleiben zwar Köpfe zu groß und Füße zu klein, aber der Eindruck einer gewissen geschmacklosen Schlüpfrigkeit bietet sich verstärkt, ebenso wie vieles an fragwürdiger malerischer Lösung.

28.10.: Die ersten acht Chinesinnen erscheinen, in roten Buisiness-Kleidern gewandet, locker springend auf der Bildfläche: Kommunismus im Chanel-Look: wir hüpfen in modischen Stiefeln für die Gleichheit der Mitschwestern.

29.10.: Eine alte Fernsehshow im Stile eines Wolfgang Spiers, falls sich noch jemand erinnert, allerdings von einer unbekannten Moderartorin geleitet und das Besondere: wir stehen alle im Wasser in einem Nichtschwimmerbecken, die Kandidaten halten sich an den Händen zusammen mit der Moderatorin, wir, die Zuschauer, stehen am Beckenrand und direkt neben uns fängt einer zu singen an und sieht aus wie eine Mischung aus Bernd Clüver und Udo Jürgens und wie sie alle hießen, aber wir wissen es ganz sicher: es ist Udo Jürgens himself.

30.10.: Mein Ohr ist dunkel.

31.10.: Meine Nase ist hell.

1.11.: Allerheilnicken.

2.11.: Man fordert nicht "Wurstbrot für alle!", wenn man selbst ein kleiner unverbesserlicher Nimmersatt ist.

3.11.: Momente der Verdunklungsgefahr im eigenen Hirn, wenn man kaum noch nach draußen blicken kann, nichts erkennt und sich dem Brummen hingeben muss - man denkt an diese Momente Monate später und kann sie sich noch nicht einmal mehr vorstellen - bei all der inzwischen gewonnenen Klarheit.

4.11.: Bei zehn Chinesinnen sollte man es belassen: zehn Chinesinnen ohne Kontrabass.

5.11.: Frühmorgendlich stehen die Menschen auf ihren Balkonen und den Tag Widerzukäuen, der noch nicht richtig begonnen hat, lassen dir, wenn du Glück hast, einen unwilligen Gruß zufallen, den du von der Straße aufhebst oder auch nicht, und dabei warten sie doch eigentlich nur auf den Bäcker, der mit seinem Bäckerauto schon um die Ecke biegt.

6.11.: Heute biegt sich keiner, aber am Bahnhof, dort wo sich die beiden Laternen auf der Brücke zunicken, dort sitzen sie und beugen sich leicht nach vorn.

7.11.: eine weile oberlinks, direkt nebeneinander: Trennschnitt

8.11.: Du hast geschwitzte Haare.

9.11.: Der letzte im Wasser verlässt das Becken später, aber genauso nass, wie er gekommen ist, nur ein wenig schlechter hörend, warum?

10.11.: Der blonde Mann in der Reihe vornedran wackelt genervt und heftig das ablehnend, was ihm zu Ohren kommt; ich finde das unangenehm, er geht mir selbst mit seinem Getue auf den Nerv, es wirkt ein wenig affektiert und überheblich und ich frage mich, was es ist, was mich an ihm nervt, denn inhaltlich muss ich ihm absolut recht geben.

11.11.: Ich treffe auf einen Chinesen, der sagt: wenn einer etwas lernen will, dann muss er es oft wiederholen - er sagt dies nur ein einziges mal, weshalb?

12.11.: weshalb - wesgans: weshalp - wesganz.

13.11.: Orkanen: geniert & gelungen, geherzt & gehirnt

14.11.: Astrid Lindgren und Horst Janssen hatten am selben Tag Geburtstag: ein Widerspruch?

15.11.: Konnte man vor dem Ausbruch der Romantik romantisch sein?

16.11.: Das kleine, etwas gedrungene Männchen, dessen ganzer Inhalt den Weg ins Freie findet nur durch das Pusten durch ein dem nicht angemessen erscheinendes dünnes Rohr: David Krakauer im nahen Frankreich.

17.11.: Mayricka Röckröck und der Pilzpapst im Fußgeschäft.

18.11.: Das Kännchen der Isolation.

19.11.: Schweizperlen (rinnen von den Bergen herab).

20.11.: Wer will die Anrufungen beantworten, oder sollten wir das alles maschinell tun?

21.11.: Falzfuß.

22.11.: Je mehr man sich mit etwas beschäftigt, desto größer werden die Bedürfnisse; am besten beschäftigt man sich also mit gar nichts.

23.11.: Als ich geboren wurde, erinnere ich mich noch ganz genau, stand da am Fußende des Bettes ein kleiner, freundlicher Herr, der mir versprach: von nun an geht es gercht zu! - was sich in der Zukunft und bis dato auch tatsächlich bestätigen sollte.

24.11.: Gestern hat man mir ein Stück von meinem Kopf abgeschnitten; ein weißes, großes Pflaster klebt darauf und man könnte denken, es handele sich um eine Schußwunde - den Leuten werde ich aber erzählen, man sei dabei, mir eine Art Hirnkatheter zu legen, weil zuviel drin ist, was rausmuss.

25.11.: upgradel & downhansel

26.11.: Zwischen Tür und Angel hat man versucht, mir einen halben Tag wegzuklemmen, was auch gelang - ich muss mir etwas einfallen lassen und darf zukünftig nicht mehr so gutmütig sein.

27.11.: Den Freitagmorgen nehme ich mir bereits am Mittwoch-Nachmittag.

28.11.: Wer uns nicht will, der hat uns nicht ferdient.

29.11.: Am Montag werde ich erfahren, ob ich gutartig oder bösartig bin.

30.11.: Der Hund leuchtet blinkend in der Nacht.

1.12.: Virtuosität ist langweilig.

2.12.: Feenuß.

3.12.: Erinnerung an den Dienstag der letzten Woche: der Bus, auf dem groß geschrieben das Wort PAUSE stand, der mich aber trotzdem von der Straße fegen wollte und anschließend der LKW, hinter dessen Frontscheibe ein Bildband über VanGogh eingeklemmt war, oder war es in umgekehrter Reihenfolge: erst VanGogh und dann fast der Tod durch PAUSE?

4.12.: Der Schlaf ist nicht der Bruder des Todes, sondern der Bruder des Gedankens.

5.12.: Phil Wachsmann und Martin Blume: An einem Abend mit vielleicht mal grade zwölf Minuten spannender Musik hören wir die altbekannten Versatzstücke improvisierter Musik der letzten 30 Jahre; darf man diese Spielweise maniriert nennen, oder mariniert?

6.12.: Den Bart über die Nase bis direkt unter die Augen gezogen, die Augenbrauen korrentk sitzend: so erscheint der diesjährige Nikolaus.

7.12.: Wir rennen durch die Nacht und kaufen ein Haus auf schwedisch.

8.12.: In der Bücherwand verschwinden und mit den Beinen strampeln und rote Haare haben und ein prognates Kinn, während die Kleine auf Knien betend nach vorne rutscht und der zu dünne Amerikaner in Frauenkleid und Stöckelschuh auf der Bank sitzt und "I feel pretty" singt, nicht zu vergessen die gelenkigen schwarzen Würmer, die auch mal als Affen die Wand hochklettern oder dort als gotische Figuren verharren und die Kampfszenen auf der Bühne beobachten (und all die anderen sollte man auch nicht vergessen) . 

9.12.: Steh mich auf!

10.12.: Ein sehr länglicher Tag.

11.12.: Demolat.

12.12.: Ich komme zurück und rieche plötzlich wie ein Orangenbäumchen, dabei dachte ich nur daran, wie ich damals in voller Fahrt die Hand ausgestreckt habe...

13.12.: Man kann jetzt auch einen Katheter ans Hirn legen lassen.

14.12.: Forme deine Gedanken zu einem Klecks Senf, den du auf die Wurst schmieren kannst auf dem Brot namens: das-macht-mir-alles-nix-aus: Guten Appetit! 

15.12.: Der Laden heisst halb deutsch, halb englisch BACK FACTORY: das schöne daran: ein Engländer würde dann wohl ZURÜCK-FABRIK übersetzen, was ja auch irgendwie hinkäme.

16.12.: Wir können nicht an der Krankheit zupfen, auf dass sie wie Butter zergeht.

17.12.: Nach dreizehn Jahren kriegt er dich doch: der große alte Chef - nun selbst dreizehn Jahre älter - ruft dich an und bittet dich (oder fragt dich oder befiehlt) erneut nach einer weiteren Nachtschicht.

18.12.: zurren und zapfen - zähen und zinken: bild bin isch wisch.

19.12.: Ein Würstling.

20.12.: Ich bin auch schuld für das, was andere tun.

21.12.: Schwatzplatten und Schnabelthiere.

22.12.: Der kleine Kunstleer -

23.12.: Der kleine Kunstvoll.

24.12.: Wir können kochen und essen und trinken - wie so viele andere auch.

25.12.: Rotkraut wird Schwarzkraut und stinkt laut.

26.12.: Die Unverhältnismäßigkeit der Amateure.

27.12.: Im Auto sitzen und durch den Nebel fahren und kaum etwas zu sehen außer Weiß und sich warm und unbehaglich fühlen gleichermaßen.

28.12.: Die Ungemütlichkeitspumpe am Arbeitsplatz.

29.12.: Urban Hettich als Skispringer in der Nachkriegszeit durfte beim Fliegen noch beide Arme nach vorne reissen.

30.12.: Newton in Dürrenmatts Physikern, dargestellt auf dem Laientheater, gut umgesetzt das ganze, aber bei Newtons Outing, es habe ihn eine Menge Anstrengung gekostet, als Agent die deutsche Sprache perfekt zu erlernen, muss man angedenk der saarländisch typischen sch-Schwäche doch innerlich ein wenig grinsen - aber sonst wirklich perfekt.

31.12.: Das Schlagzeug als Therapiewerkzeug gegen Koordinationsprobleme.

1.1.: Les Irreparables wird der Name unserer neuen Experimentalband sein: erstmal ein Plakat, dann die Musik.

2.1.: Ich war eine ungedachte Sozialaufreibungswurst, oder eine unbedachte?

3.1.: Eine Tür, die offen bleiben soll, aus ihren Angeln zu heben, ist eine kluge Idee - jetzt muss noch noch die Scheinfrage Fahrmich! abgeschafft werden.

4.1.: Tür auf und Tür zu und plötzlich stehen in der Küche eine Menge schlechtgelaunter Menschen, die eine Wand gegen den Lärm abdichten wollen und die Kritiker kommen gerannt und sprechen: Du gehörst hier nicht dazu!

5.1.: Als Werbung für eine Versicherung oder Sparkasse oder wasauchimmer: ein Ohrensessel, auf dem sich die Buchstaben des Wortes ALTERSVORSDORGE tummeln - die Vorstellung wäre auch schön, die Buchstaben tuemmelten sich, aber man könnte es nicht gleich lesen - auch schön die Vorstellung, was wäre, wenn sich die Buchstaben fläzten.

6.1.: Ich besuche einen kleinen Laden, der einer blonden Frau mit Kurzhaarfrisur gehört, die sich als ehemalige Mistudentin entpuppt, die früher längeres dunkles Haar hatte, und die ich immer ein wenig doof und unerträglich fand; jetzt bietet sie in ihrem Laden auf einem an der Wand hängenden Zettel Kurse an, die sich mit einem Metier befassen, mit dem ich mich bestens auskenne (ob ich bei ihr dann noch ein weniges an Lebensmitteln gekauft habe weiss ich nicht mehr so genau...)

7.1.: Der Papst wohnt in meinem ehemaligen Elternhaus, das jetzt umgebaut wurde, und in das ich wieder einzuziehen gedenke; er wird dort nicht wohnen bleiben, gibt aber Tipps und dabei bin ich noch nicht mal katholisch.

8.1.: Was ist der Unterschied zwischen einer Fichte und einer Tanne, gibt es einen Unterschied zwischen zwei umgeworfenen Sofas und zwei Zelten, wenn dies auf der Wiese geschieht?

9.1.: Die interessante Genugtuung über die Nachricht einer Krampfader in der Kniekehle einer Sechzehnjährigen.

10.1.: Wertwicklung.

11.1.: Die Ankündigung der Kündigung wegen Zunahetretens trat zunehmend und überraschend nah.

12.1.: Drei Leute mit viel zu vielen Armen halten eine einzige Wasserwaage und nur einer kennt sich aus und weiß, wo in dieser Stadt oben und unten ist.

13.1.: Doppelädler.

14.1.: Man sollte darüber ernsthaft nachdenken, Eröffnungsreden zu halten.

15.1.: Begrifffest.

16.1.: Beim Filmfestival wünscht man uns eine "Gute Projektion" -  sind wir mal froh, dass wir nicht beim Psychiater sind.

17.1.: Er wollte sein Leben teilen - offen blieb aber die Frage, in wie viele Stücke.

18.1.: Die Menschen werden künstlich angestaut.

19.1.: Brillen mit und ohne Durchblick.

20.1.: Wie immer stellt sich die Frage, ob so etwas wie ein Wettbewerb auf kultureller Ebene überhaupt eine sinnvolle Veranstaltung ist.

21.1.: Ratenzahlung heisst ja nicht: rate mal, ob gezahlt wird.

22.1.: Der gutaussehende junge Mann mit den langen Haaren war ich, auch wenn sonst niemand auf diese Idee kam.

23.1.: Für dein Alter bist du ganz schön typisch.

24.1.: Stell dir vor, im Ramadan dürfte man nur husten, wenn es dunkel ist.

25.1.: Ein älterer Mann mit weißer Hose, im Neunziggradwinkel vornüber gebeugt, versucht mit großer Ausdauer einen Stein aus dem Pflaster seiner Einfahrt zu entfernen, als müsse er dies in diesem Leben noch unbedingt erledigt bekommen.

26.1.: 42 Beschreibungen des Wolkenwahnsinns (durch Arno Schmidt) und die große Thematisierung des "kann-ich-auch"-Gedankens.

27.1.: Die Sängerin versucht bei dem Auftritt durch eine rohrförmige Verbindung von einem Raum in den nächsten zu kriechen, wobei eigentlich klar ist, dass sie dort nicht durchpassen kann - und es kommt natürlich so, wie es kommen muss...

28.1.: Ein heimatloser Hund schleicht durch Wälder und Wohnstuben, während die Engländer die Angewohnheit haben, alles, auch Gemüse auf dem Markt, fein säuberlich in Papier zu verpacken; man bekommt dort hübsche Pakete mit merkwüdigen Knollen drin und hat keine Ahnung, was man wirklich kaufen wird, dafür aber ist es günstig (ein Spiralblock A4 beispielsweise bekommt man - allerdings unverpackt - für gerade mal 50 Cent).

29.1.: Markige Sprüche von schwabbeligen jungen Menschen.

30.1.: Ich habe nie daran gezweifelt, dass es die Mondlandung tatsächlich gegeben hat.

31.1.: Jaguar Februar Schmerz

1.2.: Alles ist politittisch, aber davon werde ich erst übermorgen erfahren.

2.2.:Man weiss jetzt nicht, ob das proletenhafte Gebahren eine Vertuschung der Distinguiertheit darstellen soll oder die Distinguiertheit die proletenhafte Natur überdecken soll oder die Wahrheit irgendwo dazwischen liegt, jedenfalls möchte man von ihr nicht unbedingt einen Arbeitsplatz vermittelt bekommen.

3.2.: Apercüß.

4.2.: Ich fahre mit dem Auto den Berg hoch und denke noch, scheiße, dass ich schon so lange keinen Sport mehr gemacht habe, denn ich muss ganz schön in die Pedale treten, um dort hochzukommen, komme aber, und hänge sogar noch den Hintermann ab, immerhin einen echten Allgäuer und überrasche dann noch jemanden in der Badewanne.

5.2.: Wenn man sich nicht mehr richtig erinnert und die Französin wichtiger wird als der Matsch, aus dem man mit dem Auto nicht mehr rauskam.

6.2.: Rinneradio: Klarinettentöne sind eingefärbte Luft.

7.2.: Der neue UNICEF Vorsitzende Schlagihnbreit und sein Vorgänger im Amt Garnix: genauso hab ich es ihm Radio gehört.

8.2.: Die Frage nach dem Geld ist nicht die Frage nach dem Inhalt.

9.2.: Für die psychosomatischen Fachleute: Wir können nicht agieren und sprechen und bekommen es also an den Kehlkopf...

10.2.: Man muss nicht alles veröffentlichen und man muss aber auch nicht alles kritisieren.

11.2.: Auf dem Platz im Zug eine Briefmarke aus Kambodscha gefunden; darauf sind Katzen abgebildet, die miteinander spielen (Wie heisst die Währung in Kambodscha und wieso denkt man nicht sofort an Katzen, wenn man an dieses Land denkt?) - ein paar Plätze weiter hinten unterhalten sich eine Mann und eine Frau in breitestem Dialekt über modernen Chorgesang.

12.2.: Manchmal Reichts-Kandinsky (der neue Kritikerpapst am Malerhimmel).

13.2.: Gestern abend wurde aus Piet Mondrian immerhin eine gut verkaufte Ersatzlösung.

14.2.: Marktforsch.

15.2.: Ladenforsch und Discounterdepress.

16.2.: Der Mond hängt relativ früh am Himmel, bereits gegen 13Uhr40 wurde er gesehen; es ist kalt und abends sehen wir dann kleine hölzerne Gestalten, unbeleuchtet, aber die meisten mit Rädern unten dran.

17.2.: Die Frau sieht aus wie eine Seeräuberin, aber weder ihr Begleiter noch sie selbst sind irgendeiner Sprache mächtig.

18.2.: Wie kann man ohne Jacke wegfahren (aber auch mit Jacke ist man vor Erkältung kaum verschont gewesen...)

19.2.: Du denkst, es müssen sich Backsteine in deiner Nase befinden, die dich am Atmen hindern - und es stimmt, nachts beim Schneuzen um 3 kommen die ersten wieder heraus.

20.2.: Der Zauber des Meerettichs wirkt dort, wo das Salz von alleine nicht hinkommen kann.

21.1.: Du spuckst den Rotz auf die Straße und von hinten nähert sich ein Schatten, von dem du dann recht schnell merkst, dass es doch dein eigener ist, der dich überholt.

22.2.: Wir haben dich zwar schwer vermisst, soll heißen: alles war ganz großer Mist, doch eigentlich nicht unbedingt, dass du hättst hier sein sollen...es war auch ganz schön ohne dich und wäre auch mit dir großer Mist gewesen, sprich: an dir hing's nicht.

23.2.: Es gibt Menschen, deren Schädelbreite in etwa ihrer Hüftbreite entspricht - das ist interessant; wenn sie dir dann allerdings erzählen, dass sie früher dick und rund gewesen sind, wird die Sache doch ein wenig mulmig und unangenehm.

24.2.: gelungen - geniert - geherzt - gehirnt, besser aber, zumindest anders: geniert - geherzt - gehirnt - gelungen.

25.2.: Morgens steht der Rolladen ein wenig offen, es ist noch dunkel, aber man kann schon die Wiese hören.

26.2.: Darf ich dich auch in den Arm nehmen, obwohl die Kamera nicht dabei ist, oder ist dir das unangenehm?

27.2.: Ein guter Leerstellplatz: Ich fahre mit dem Zug an meinem Haus vorbei (er fährt absichtlich langsam) und kann durch ein großes Fenster ins Badezimmer blicken und sehe dort eine Bekannte auf dem Klo sitzen und weiß, dass nicht jeder weiss, wo sich dieses Fenster befindet, aber. wer weiss, der kann sehen; der Zug fährt weiter und ein anderes Mal bin ich im Zug eingeschlafen, und er fährt wieder langsam und ich öffne langsam die Augen und sehe die Birkenreihe und die Häuserreihe auf der anderen Seite der Gleise, dort wo dieses Haus steht, und ich erkenne die Stelle sofort und schlafe weiter, ohne den Kopf zu wenden - ein vertrautes Gefühl stellt sich trotzdem ein.

28.2.: verschwinden - verschwenden

29.2.: Die aus der Änderungsschneiderei gekommene Hose sitzt perfekt, produziert aber unagenehme Bißwunden am rechten Unterschenkel - und wir hatten alle schon die Bettdecke im Verdacht!

1.3.: Eisschweiß.

2.3.: Russland hat sich einen neuen Putin gewählt.

3.3.: Ich bin kein Schisser, sondern die Mona Lisa des real existierenden Rechtsstaates, schwarz, spitz und schwarzweiss.

4.3.: Ein stumpfer Mensch, der den Vorsitz einer Versammlung führt, gebraucht an allen möglichen Stellen seiner gesprochenen Beiträge "jenachdem", an Stellen wo es passt und natürlich auch an Stellen, wo es nicht passt, je nach dem wie einen Rettungsanker, an dem er je nach dem Halt sucht auf der stürmischen See seines je nach dem Nervosität zu nennenden Grundzustandes.

5.3.: genusstur

6.3.: Genussstarre.

7.3.: Beim Schwimmen immer soviele Bahnen ziehen, wie es dem eigenen Lebensalter entspricht und von Bahn zu Bahn sich erinnern an Dinge, die man zur entsprechenden Zeit erlebt hat.

8.3.: Baden-Baden ist ein verkleinertes Wiesbaden, nicht nur sprachlich.

9.3.: Dunkel ist nicht gleich trüb, wenn wir auch bisher immer davon ausgegangen waren.

10.3.: Wir waren der Chor und hatten einen morgendlichen Auftritt in einer großen Oper; die meisten waren krank und wir waren sowieso nur acht oder zehn, man konnte sich also kaum verstecken, und wir saßen da und wussten, keiner von uns kennt dieses Stück, das da nun gleich aufgeführt werden soll. 

11.3.: Ein Tag der überraschenden Freiheiten, getrübt nur durch morgendliche Gefangenschaft.

12.3.: Der Lob über die Perfektion einer Ausführung schlug abrupt um in die Entdeckung eines gravierenden und peinlichen Fehlers ebendieser Ausführung: Was nutz es also, dass das Komplizierte stimmt, wenn gleichzeitig das Einfache und Offensichtliche falsch gemacht wurde?

13.3.: Nachnominierungsüberraschungsfreude.14.3.: Im Schuppen war an diesem Abend mehr los als im Haus.

15.3.: Sie kehrten zu viert zurück, obwohl noch nicht einmal ein einziger wusste, ob er in dieser Nacht noch einmal wiederkommen würde.

16.3.: Mit den Armen schlenkern und sich trotzdem schnell, gleitend und elegant fortzubewegen.

17.3.: Nur noch eine dunkle Erinnerung: quasi U-Bahnen, die man sich als lange, verwickelte, helle Stoffbahnen vorstellen kann, die sich durch die Tiefe winden, sie man sich wiederum als eine Art unterirdischem Weltall vorstellen muss; es windet sich, und uns gelingt es nicht, von einer Stoffbahn in die andere zu gelangen, obwohl wir doch eigentlich dringend umsteigen müssten.

18.3.: Drei blinkende Lampen, von ihrem Geruchssinn geleitet, bleiben stehen, laufen, bleiben stehen, laufen.

19.3.: Der Zug fährt durch die Nacht und ich denke noch, dass ich gerne mit dem Zug nachts unterwegs bin, wenn es auch morgens schwierig ist, beim Sonnenaufgang einen müden Kopf zu haben - nichtsdestotrotz: mein Abteil wird von außen bewacht; immer wenn ich aus dem Fenster sehe, gehen Wachen auf und ab und machen einem ein gutes Gefühl.

20.3.: Manche sehen mit sechzig genauso aus, wie sie sich bereits mit dreißig bewegt und benommen haben; da passiert nichts plötzlich, alles dies ist ein bleibender Stillstand.

21.3.: Hemmungsriten.

22.3.: Pforzheim ist das Saarbücken von Karlsruhe.

23.3.: Schlimmschlamm.

24.3.: Übelmorgen.

25.3.: Vollgestern.

26.3.: Vergutschlechtern (Gegenteil von Verschlimmbessern).

27.3.: Gutruhn Schlechtruhn Mann Thias Frau Thias.

28.3.: Gute Laune trotz zunnehmendem >Einfluss der Erdanziehungskraft.

29.3.: Dehnmut.

30.3.: Oh die Zeugs, oh die Seen!

31.3.: Schutzschürze, schmutzgestürzt, ohne.

1.4.: Unternehmer, unternehmt was!

2.4.: Wenn jemandem das Lernen leicht fällt, könnte dies vielleicht damit zusammenhängen, dass er viel Platz in sich hat, wenig durch eigene Interessen strukturiert ist, bereit ist, in eine bestimmte Form gebracht zu werden, und umgekehrt, Menschen, die innerlich ziemlich viel mit sich zu tun haben, weniger formierbar sind, schlechter lernen können?

3.4.: Der Fisch, der nach nichts schmeckt und durch langsame Absenkung der Wassertemperatur stressfrei getötet wird, ist das zweite Lebenswerk des Menschen, der lange im Ausland leben musste, weil der Staat sein System der Betriebsfürhung nicht kapierte; jetzt soll aus dem Fisch Wurst gemacht werden, die nach Wurst schmeckt und nicht nach Fisch (DIE Gelegenheit für die Araber, die bisher keine Würstchen essen durften, weil aus Schwein gemacht - wir nehmen mal an, dass das die Rettung des arabischen Ernährungsproblems darstellen wird...)

4.4.: Im Radio ein kurzes Interview zu einem Symposion an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz zum Thema "Wie werden wir altern"; die Redakteurin im Studio sprach mit Prof. Alt - und das war nicht gelogen..., nur: so langsam sollte man sich bei der Vorgaukelung von Welt ein wenig mehr Mühe mit den Namen geben, ist das nicht schon ein wenig sehr dreist, hätte man ihn nicht wenigstens Jung nennen können, oder das Seminar in Altenburg stattfinden lassen?

5.4.: Der Bär wird zum alter ego des Fahrrad fahrenden Mannes: er spricht aus, was er sonst nur wegstrampelt.

6.4.: Smalldog.

7.4.: Mützekatze.

8.4.: Es gibt Menschen, die außer eigenem Geld nichts haben.

9.4.: Können Sie das für mich weiterleiden?

10.4.: Ich weiss nicht, wie es Ihnen geht, aber wenn man sich diese ganzen amerikanischen Filme anguckt, kommt einem das Land doch reichlich unwirtlich vor, und man hätte wenig Lust, dort leben zu müssen - vielleicht machen die das ja mit Absicht?

11.4.: Ein Stück, das nicht ganz so komplex und neu und umwerfend in seinen Bildern und Erfindungen ist, merkt man sich vielleicht auf Dauer sogar besser, zumindest, was die Details angeht.

12.4.: Das bildhauerische Tun ist ein völlig anderes.

13.4.: Katharina ist der bessere Robert, was erstens vorher nicht zu vermuten war und zweitens bei der Überfülle an Material dann doch etwas ist, an das man sich gerne  klammert.

14.4.: Die beiden LKWs auf der Straße parken sehr verschroben und ohne Grund vor unserem Schuppen und man kann zwar, wenn man vorsichtig ist, zwischen beiden hindurchgehen, aber für den sogenannten Durchgangsverkehr besteht da eher keine Chance; egal, der hintere LKW setzt sich plötzlich in Bewegung, er hat Baumstämme geladen, und stößt zurück und fährt rückwärts in unseren offenen Schuppen, klar, weiss ich doch, er hat das Recht, sich auch dort den ein oder anderen Baumstamm mitzunehmen, die unserem Schuppen zum Teil aber als Eckpfeiler oder Stütze dienen, ich räume noch schnell die Kabel aus dem Weg, damit nicht alles zu Bruch und Dalles geht.

15.4.: Schminkstiefel.

16.4.: Die Rückkehr der Füße meines Vaters als Mittel, das man sich auf die Glatze schmieren sollte.

17.4.: In Neunkirchen, wo früher einmal die Kneipe TÖFTÖF war, befindet sich jetzt ein Beerdigungsinstitut "In aller Stille"; und während die dicken jungen Frauen der Stadt mutig sind und sich als Würste tarnen, sieht der Mann auf dem Parkplatz im Auto direkt neben uns aus wie Ghandi - der Schnurrbart macht's und das Gesicht - doch zuerst denkt man, Ghandi habe überlebt und kaufe nun incognito die Sachen seines täglichen Bedarfs bei uns, warum auch nicht, er braucht ja nicht so viel. 

18.4.: Bereubusch. 

19.4.: Entwurf für ein Denkmal für den Vorplatz der Oberfinanzaufsicht.

20.4.: Marburg thront über der Stadt während in Rotenburg an der Fulda die Feuerwehr haargenau weiss, wie sie sich aufzustellen hat.

21.4.: Bachfuss.

22.4.: Aus einem Plattenbau rauszugucken ist allemal besser, als auf einen draufzugucken und aus einem Plattenbau rauszugucken ist allemal besser, als auf einen draufzugucken.

23.4.: Die Welle als Wald und Frosch.

24.4.: Franz Liszt sieht in seinen späten Jahren ein wenig aus wie Pierre Briece, hat aber eindeutig die bessere Musik gemacht.

25.4.: Das Panoramamuseum in Bad Frankenhausen ist weithin über der Landschaft sichtbar; so könnte man sich ein gerade gelandetes realsozialistisches Ufo vorstellen - von innen allerdings

26.4.: Carls Zeitzwerge in Jena.

27.4.: Paul Goyard ist fünf Jahre jünger als Picasso, zeitlebens relativ unbekannt geblieben, hat aber die besseren Zeichnungen zu Buchenwald gemacht. 

28.4.: Werner Tübke sinniert über die Völkerschlacht.

29.4.: Charlotte Roche ist die Johanna Meese der Literaturszene.

30.4.: Die Wiese ist die Burg des Mittwochs.

1.5.: frisch gepetzte Sterne.

 




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